Naturschutz und Landschaftspflege in Immenstadt

Umwelt- und Naturschutzbelange werden bei den Betriebsarbeiten soweit wie möglich berücksichtigt.


Durch die großflächigen und zusammenhängenden Flächen im Eigentum der Stadt bestehen viele Möglichkeiten, seltene Tier- und Pflanzengesellschaften zu schützen. So werden größere Waldflächen nur extensiv bewirtschaftet, ebenso darf auf den Weideflächen kein Mineraldünger ausgebracht werden, um seltene Orchideenarten zu erhalten. Bei der Bewirtschaftung des Stadtwaldes wird versucht, die Belange des Naturschutzes soweit als möglich in die Betriebsarbeiten zu integrieren. Dazu gehört auch ein entsprechender Anteil an Totholz im Bestand, der besonders den Höhlenbrütern, die meist sehr selten sind, dient.


Der Landschaftspflegeverband Bergstätt e.V.

Die Stadt Immenstadt ist Mitglied beim Landschaftspflegeverband Bergstätt e.V. In den letzten Jahren konnten folgende Projekte -mit Unterstützung durch die Regierung von Schwaben- umgesetzt werden:
 

  • Anlage von Streuobstwiesen mit 120 historischen Obstbaumsorten im Auwald, Weihergut und am Kalvarienberg.
  • Sicherung eines Amphibienteiches in der Waldabteilung Rottach im Steigbachtal.
  • Entbuschung einer Streuwiese auf ehemaliger Alpfläche Kesselalpe im Steigbachtal.
  • Renaturierung und Wiedervernässung im Werdensteiner Moos.
  • Verbesserung von zwei Feuchtbiotopen im Weihergut.
  • Besucherlenkung durch die Anlage eines Hackschnitzelweges am Südrand des Werdensteiner Mooses.
  • Sicherung von 2 ehemaligen Fischteichen als Amphibienbiotop im Weihergut, in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes.
  • Freistellung einer Spirken-Hochmoorfläche mit 2,5 ha von Fichtenbewuchs am sog. "Wilden See" Nähe Siedelalpe.
  • Freistellung einer Spirken-Hochmoorfläche von Fichtenbewuchs im Schlettermoos bei Zaumberg.
  • Freistellung einer weiteren Spirken-Hochmoorfläche am Weg zur Siedelalpe.
  • Entnahme von bedrängenden Baumarten und zur Schaffung lichter Waldstrukturen in der Abteilung "Unter den Eichen". Der Bestand stellt den Rest eines ehemaligen Hutewaldes dar und ist Lebensraum vieler Insekten und Tierarten.
  • Schaffung und Sicherung von Rauhfußhühnerlebensräumen durch Unterlassung und Steuerung forstlicher Maßnahmen