Sport

Erster Freiwasser-Schwimmwettkampf im Großen Alpsee

Die Triathlon-Abteilung des TV Immenstadt hat nach Frauenlauf und Alpseelauf den 1. Freiwasser-Schwimmwettkampf am Großen Alpsee organisiert – Schwimmen statt Laufen. Im Rahmen des Outdoorfestivals hatten 84 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Lust auf die kräftezehrende Auseinandersetzung mit lebhaftem Wind und einer Wassertemperatur von 16 Grad. Alle Schwimmerinnen und Schwimmer durften selbst entscheiden, ob sie mit oder ohne Neopren starten. Einige Hartgesottene verzichteten auf den Anzug und stürzten sich in Badehose bzw. Badeanzug in die 16 Grad kalten Wellen.
 
Im Angebot gab es drei Distanzen: Eine Schleife à 900 m, zwei Runden oder vier Runden über die Ironman-Schwimmstrecke 3,8 km. 

Wasserstart für alle Schwimmer war um 12 Uhr am Erlebnissteg, die Strecke verlief parallel zur Uferpromenade wieder zurück zum Steg. Die Teilnehmerliste wurde veredelt von Christof Wandratsch – Weltmeister, Extremschwimmer und Urgestein des Freiwasserschwimmens. „Wandi“ musste sich mit seiner Schwimmzeit von 0:50:02 Stunden nur Nicky Lange (SK Sparta Konstanz) geschlagen geben, der mit einer Zeit von 0:45:30 Stunden die Ironman-Distanz bewältigte. Hervorragender Dritter wurde TVI-Triathlet Rodrigo Nebel in 0:53:12. Nur fünf Sekunden später schlug Lena Berlinger vom Skinfit Racing Tri Team an. Bei der Halbdistanz Ironman war Julian Stöss vom TVI-Schwimmen mit 27:43 Minuten nicht zu schlagen. Die 16-jährige Carla Blankenhorn aus Ravensburg reihte sich als Zweitplatzierte nur 9 Sekunden vor dem 36 Jahre älteren Matthias Gestrich vom RSC Kempten (30:10) ein. 

Die 900-Meter-Schleife schwamm am schnellsten Björn Reichelt vom TVI. Er brauchte hierfür nur 13:58 Minuten. Philip Würfels Zeit von 15:52 Minuten konnte sich durchaus sehen lassen, es reichte dem 16-jährigen für den zweiten Platz auf der „Jedermann-Distanz“. Dritter wurde Axel Essich vom ASV Hegge in 16:15 Minuten. Start, Ziel und die Umrundung der gesetzten Bojen verliefen sehr entspannt, ohne Tumult und Hektik.

Für die freiwilligen Helfer der Wasserwacht gab es außer gewissenhafter Beobachtung der Athleten während des Wettkampfes zum Glück nicht viel zu tun. Im Ziel gab es warmen Tee und die Sonne zeigte sich endlich auch, da wurden kalte Finger und Füße schnell wieder warm.

Athleten und Zuschauer sprachen durchweg von einer rundum gelungenen Veranstaltung und hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Claudia Gahlert, Foto: Dominik Berchtold