Sport

TV Immenstadt - Leichtathletik

10 x Gold für TVI-Nachwuchs bei Allgäuer Titelkämpfen

Mit einem historischen Titel für einen Teenager, neun weiteren Goldmedaillen und weiteren 10 Stokerlplätzen unterstrich die Leichtathletik-Mannschaft des TV Immenstadt bei den Allgäuer Titelkämpfen einmal mehr ihre Ausnahmestellung. Dem 15-jährigen Pascal Eß gelang -aus Sicht des TVI- erstmals seit 1996 ein besonderer Coup und Leonie Rinderle feierte einen dreifachen Titelgewinn.
 
Den ersten Titel für die jungen Städlerinnen holte Nadine Willer über 3000 Meter. Obwohl die Temperaturen morgens schon bei 25 Grad lagen, meisterte die 16-Jährige diese Distanz in einem gut eingeteilten Lauf glänzend. Ihrer Favoritenstellung gerecht wurde Jana Schmid im Hochsprung mit glänzenden 1,56 Meter. Im Weitsprung verpatzte der ansonsten sicheren 5 Meter Springerin ihre Sprünge und musste mit Bronze (4,66 m) zufrieden sein.

Inzwischen ist auch das Speerwerfen – nach dem Hochsprung – zur Paradedisziplin der Oberallgäuerinnen geworden. Mit Siegen der Klasse W13, W14 und W15 und dem Silberplatz der U18 unterstrichen sie damit ihre Dominanz. Besonders sind hier die ausgezeichneten 32,91 Meter von Amelie Gütt zu erwähnen, die nach zweijähriger Verletzungspause wieder einmal am Start war. Mit dieser Weite erkämpfte sie sich die Vizemeisterschaft und warf mit dem 500-Gramm-Speer, die sechstbeste Weite die auf Kreisebene bisher erzielt wurde. Hier macht sich die intensive Arbeit der Trainerin Silke Schmid – ehemals Schuhmann bemerkbar, die von 1985 bis 1990 zu den besten Speerwerferinnen auf Kreis- und Bezirksebene zählte. Mit 45,32 Meter hat ihr Kreisrekord in der U18 mit dem 600-Gramm-Speer, auch nach 30 Jahren noch seine Gültigkeit.  

Für einen guten Einstand sorgte auch die Debütantin Sonja Moll über 100 und 200 Meter. Neue persönliche Bestleistungen gelangen auch ihrer Vereinskollegin Lisa Jörg über die gleichen Distanzen. Zufrieden sein dürfte auch Franziska Rogg mit dem Bronzerang über die Stadionrunde. Dieser erreichte auch Annemie Mayr über die 100 m Hürden in 17,69 Sekunden. Im Kugelstoßen und Speerwerfen wurde Anna Beger mit 9,24 Meter und 25,98 Metern Fünfte 
Der Pechvogel bei diesen Titelkämpfen war aber Lara Bolz, die bei ihrem 100 Meter Hürdenvorlauf – indem sie mit über 10 Meter Vorsprung führte – an der letzten Hürde mit dem Nachzieh-bein aber hängen blieb, schwer stürzte und sich große Abschürfungen am ganzen Körper zuzog. Das war bedeutete das Aus für die trainingsfleißige und talentierte Athletin.

In der Klasse W15 überraschte Leonie Rinderle mit drei Goldmedaillen und war damit die erfolgreichste Athletin in ihrer Klasse. Das erste Gold sicherte sie mit der 4 x 100 m Staffel, die in der Besetzung Alina Wegscheider, Julia Müller und Schlussläuferin Nicole Rues in 54,79 Sekunden gewann. Weiter entschied sie das Speerwerfen mit guten 27,97 Meter und den Hochsprung vor ihrer Vereinskollegin Sophia Wechs. Obwohl Julia Müller mit 13,33 Sekunden über 100 Meter neue Bestleistung lief musste sie mit dieser Zeit mit der Vizemeisterschaft vor-lieb nehmen. Auch in der Klasse W14 musste sich die Konkurrenz im Speerwerfen einer Immenstädterin beugen. Hier siegte Alina Wegscheider mit 25,63 Meter. Die über 100 m und im Weitsprung mit Platz vier nur ganz an Bronze vorbei schrammte. Ganze zwölf Zentimeter fehlten Nicole Rues im Kugelstoßen zur ihrem zweiten Gold.

Den dritten Speerwurftitel für die TVI-Garde sicherte sich die 13- jährige Nicole Mörstedt mit hervorragenden 28,53 Meter. Dabei distanzierte sie die ganze Speerwurfkonkurrenz über sechs Meter. Auch ihre bärenstarken 10,58 Sekunden über 75 Meter bedeuteten persönliche Best-leistung und die Vizemeisterschaft. Mit glänzenden 10,88 Sekunden überzeugte auch ihre Vereinskollegin Ronja Weimert und blieb damit erneut deutlich unter der 11,0 Sekundengrenze.
Etwas glücklos verlief für das Duo der Weitsprung. Nach dem Vorkampf – den ersten drei Sprüngen – führte Nicole mit 4,51 Meter noch den Wettbewerb an, und Ronja fehlten genau drei Zentimeter für den Endkampf. Im letzten Durchgang markierte Nicole Mörstedt mit 4,75 Meter eine neue Bestmarke, die aber von Nele Ziegltrum von der TSG Füssen um acht Zent-meter übertroffen wurde und so blieb ihr wieder nur der Silberrang, wie über 75 Meter.
Gut vertreten waren die Städtlerinnen im Hochsprung, wo Nicole Mörstedt mit übersprungenen 1,36 Meter auf Platz drei landete und Michelle Kaiser sechste wurde.

Für eine große Überraschung sorgte aber der 15-jährige Pascal Eß, der seit Mai für den TV Immenstadt an den Start geht. Obwohl der Sonthofer nicht mit den besten Vorkampfleistungen angereist war, siegte er über 100 Meter in 12,84 Sekunden und im Weitsprung mit 5,08 Meter und holte damit seine ersten Allgäuer Meistertitel. Auch im Hochsprung sicherte er sich mit seiner übersprungenen Höhe Platz drei. Damit gewann nach 23 Jahren wieder einmal ein TVI-Athlet in der Altersklasse M15 den Sprint und Weitsprung und wurde Allgäuer Doppelmeister. 1996 gelang das Thomas Dick.

In der Klasse U 20 rundete Pia Wende mit ihrem Hochsprungsieg von 1,53 Meter und der Vize-meisterschaft im Weitsprung mit 4,81 Meter die Erfolgsbilanz der TVI-Truppe ab.

Foto: Neue Sprinthoffnung Pascal Eß

Text: Khu, Bild: Stefan Gütt