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Verantwortungsvoll in der Nacht unterwegs

Nachts wird es ruhig in den Bergen des Naturparks – zumindest was uns Menschen betrifft. Bislang gehörte diese Zeit vor allem der Tier -und Pflanzenwelt. Inzwischen möchten aber immer mehr Menschen das Naturschauspiel des Sonnenauf- oder -untergangs erleben. Je häufiger wir Menschen in den Lebensraum der Tiere vordringen, desto wichtiger ist es, sich an wenige, aber wichtige Verhaltensregeln zu halten:

  • Meide die Dämmerungsstunden!
    Für viele Tiere sind die Morgen- und Abenddämmerung und die Tageszeit mit der höchsten Aktivität. Viele Arten nutzen im Schutz der Dämmerung Waldränder und Lichtungen zur Nahrungsaufnahme oder für die Balz und reagieren dann besonders sensibel auf Störungen. Verzichte deshalb, wenn möglich, auf Aktivitäten in den frühen Morgen- und späten Abendstunden.
     
  • Bleibe auf breiten Forst- und Alpwegen und vermeide stark strahlende Lampen!
    Durch das liniengebundene Bewegungsmuster sind wir Menschen für die Tiere berechenbar. Ein plötzliches Auftauchen an unerwarteten Stellen kann bei ruhenden Weidetieren aber auch bei Wildtieren Fluchtreaktionen auslösen, die in den Bergen zu tödlichen Abstürzen führen können. Bewege dich also ruhig und zurückhaltend.
     
  • Mache kein Feuer, vermeide Lärm und hinterlasse keinen Müll!
    Wir sind Gast in der Natur und genauso sollten wir uns verhalten. Durch einen rücksichtsvollen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch mit den Bewirtschaftern und anderen Freizeitnutzern leistest du einen großen Beitrag für ein gutes Miteinander und zum Erhalt unserer schützenswerten Natur- und Kulturlandschaft.
     
  • Behalte deine Erlebnisse für dich und poste keine Standortangaben in Social Media!
    Gerne teilt man seine Erlebnisse mit Freunden oder stellt Infos öffentlich zur Verfügung. Stimmungsvolle Bilder von besonderen Orten motivieren viele Menschen diesen Ort ebenfalls aufzusuchen – es kann ein regelrechter Hype entstehen. Besonders bei Aktivitäten in der Dämmerung gehen steigende Besucherzahlen mit Konflikten mit der Natur oder den Landbewirtschaftern einher.


Die Schutzhütte am Immenstädter Horn
Eine Schutzhütte dient primär zum Schutz bei plötzlichen Wetterumschwüngen vor Gewitter, Wind und Regen. Derzeit nutzen viele nächtliche Besucher die Schutzhütte auf dem Immenstädter Horn. Erlaubt ist das allerdings nur, wenn ein Abstieg nicht möglich ist. In dem jetzigen Ausmaß sind damit massive Störungen von Wildtieren verbunden. Der Apell gilt an alle, sich an die oben genannten Regeln zu halten um ein gutes Miteinander von Natur und Mensch zu erhalten und die Vielfalt unserer Kulturlandschaft zu bewahren.