Was erledige ich wo?

Kindergeld, Beantragung

Nach dem Einkommensteuergesetz erhält Kindergeld, wer

  • in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat oder
  • im Ausland wohnt, aber in Deutschland entweder unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist oder entsprechend behandelt wird.
Unterlagen
  • Geburtsurkunde
  • Im Einzelfall z. B. Nachweis der Schul- oder Berufsausbildung des Kindes oder sonstige Unterlagen

Auskünfte hierzu erteilt Ihnen gerne die zuständige Familienkasse.

Voraussetzung

Voraussetzung für den Kindergeldanspruch ist, dass der Berechtigte durch die an ihn vergebene Identifikationsnummer identifiziert wird.

Nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländer haben grundsätzlich nur Anspruch auf Kindergeld, wenn sie zudem im Besitz einer Niederlassungserlaubnis oder einer zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigenden Aufenthaltserlaubnis sind.

Das Bundeskindergeldgesetz kommt nur noch in Sonderfällen (z. B. bei ins Ausland entsandten Entwicklungshelfern oder Vollwaisen) zur Anwendung.

Kindergeld wird grundsätzlich nur für solche Kinder gezahlt, die einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, in der Schweiz oder in einem Staat haben, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum Anwendung findet. Aufgrund zwischenstaatlicher Abkommen wird auch für Kinder, die in der Türkei, in Bosnien und Herzegowina, in Serbien, in Montenegro, im Kosovo, in Marokko oder in Tunesien leben, Kindergeld in der im Abkommen jeweils festgelegten Höhe gezahlt.

Als Kinder werden berücksichtigt:

  • im ersten Grad mit dem Antragsteller verwandte Kinder (leibliche und angenommene Kinder),
  • Kinder des Ehegatten (Stiefkinder), die der Antragsteller in seinen Haushalt aufgenommen hat,
  • Enkelkinder, die der Antragsteller in seinen Haushalt aufgenommen hat sowie
  • Pflegekinder, mit denen der Antragsteller durch ein familienähnliches, auf längere Dauer berechnetes Band verbunden ist, sofern er sie nicht zu Erwerbszwecken in seinen Haushalt aufgenommen hat. Weitere Voraussetzung ist, dass das Obhuts- und Pflegeverhältnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht.

Quelle: BayernPortal.de

Rechtsgrundlagen