Hengge, Gudrun

Steuerwesen

Aufgaben

  • Festsetzung und Erhebung von Grund- und Zweitwohnungssteuer 
  • Festsetzung und Erhebung von Straßenreinigungsgebühren
  • Hengge, Gudrun
  • Telefon: 08323 9988-231
  •  
  • Zimmer: Nr. 207, Verwaltungsgebäude Kirchplatz 7
  • Etage: 1.OG
Aufgaben

Die Grundsteuer ist unterteilt

  • in die Grundsteuer A (Betriebe der Land- und Forstwirtschaft)
  • und die Grundsteuer B (alle sonstigen Immobilien und unbebauten Grundstücke).

Die an die Stadt Immenstadt zu zahlende Grundsteuer errechnet sich wie folgt: Grundsteuermessbetrag x Hebesatz

Der Grundsteuermessbetrag wird vom Finanzamt im Grundsteuermessbescheid festgesetzt. Darin legt das Finanzamt außerdem fest, wer Steuerschuldner und ab wann das Objekt zu besteuern ist. Die Stadt Immenstadt ist bei der Grundsteuererhebung an die Feststellungen des Finanzamts gebunden. Einwände gegen die Höhe der Grundsteuer sind daher bei dem Finanzamt anzubringen, das den Grundsteuermessbescheid erteilt hat.

Der Hebesatz wird vom Stadtrat der Stadt Immenstadt für das gesamte Stadtgebiet einheitlich festgelegt. Er beträgt für die Grundsteuer -A- 380 vom Hundert und für die Grundsteuer -B- 535 vom Hundert.

Gemäß § 22 Bewertungsgesetz wird bei einem Eigentumswechsel über die Zurechnung der Immobilie eine neue Feststellung durch das Finanzamt getroffen. Zeitpunkt dieser sogenannten Zurechnungsfortschreibung ist der Beginn des Kalenderjahres, das auf die Änderung folgt. Das bedeutet, dass der Grundstücksveräußerer hinsichtlich der Grundsteuer im Jahr der Rechtsänderung bis zum 31.12. zahlungspflichtig bleibt und die Steuerpflicht des Grundstückserwerbers erst ab 01.01. des folgenden Jahres beginnt. Anderslautende privatrechtliche Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien –z.B. im notariellen Kaufvertrag- haben auf die Grundsteuerpflicht keine Auswirkungen.

Die Stadt Immenstadt hat zum 01.01.2006 die Zweitwohnungssteuer eingeführt.
Die Zweitwohnungssteuer gehört, wie zum Beispiel auch die Hundesteuer zu den sogenannten örtlichen Aufwandsteuern. Aufwandsteuer deshalb, weil ein „besonderer Aufwand“ besteuert wird, also eine Einkommensverwendung für Dinge, die über die Befriedigung des allgemeinen Lebensbedarfs hinausgehen (hier: das Innehaben einer zweiten Wohnung).
Darüber hinaus genießen auch Zweitwohnungsinhaber die Vorteile der städtischen Infrastruktur und nehmen mit städtischen Steuermitteln finanzierte Einrichtungen in Anspruch. Daher ist es sachgerecht, die Zweitwohnungsinhaber an den der Stadt entstehenden Kosten zu beteiligen.